Bausparvertrag

Eine Form des Sparvertrags ist der Bausparvertrag. Ein Bausparvertrag schließt der Anleger mit einer Bausparkasse ab.

Funktionsweise und Vorteile eines Bausparvertrags

Primär eingesetzt wird dieser im Zusammenhang mit der Finanzierung von wohnwirtschaftlichen Projekten. Zu einem vertraglich vereinbarten Prozentsatz wird eine gemeinsam festgelegte Bausparsumme angespart. Der Teil, welcher bis zur abgeschlossenen Vertragssumme fehlt, wird bei Zuordnung des Bausparvertrags als Bauspardarlehen gewährt. Der Bausparer erhält dabei die Möglichkeit, bei Zuteilung über die gesamte Bausparsumme verfügen zu können.
Der Anleger besitzt sogar einen Rechtsanspruch auf das eben genannte Bauspardarlehen. Dieser Rechtsanspruch ist auch vererbbar.
Für die vermögenswirksamen Leistungen gilt der Bausparvertrag auch als Anlageform. Er gewährt damit die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage.
Die Anspar- und Tilgungszeit, die Zinssätze, die Abschlussgebühr und das bei Zuordnung vorhandene Mindestguthaben bestimmt bereits bei Vertragsabschluss der Bauspartarif. Die Bauspartarife der Bausparkassen richten sich dabei nach der Laufzeit des Vertrags. Wer seinen Hauskauf erst in 10 Jahren plant, benötigt einen anderen Tarif als jemand, der schon in 1 bis 2 Jahren bauen will.

In Deutschland existieren aktuell 23 Bausparkassen, von denen 13 privat und zehn öffentlich agieren. Deutlich über 150 Tarife stehen dabei zur Auswahl. Bevor Bauspartarife verglichen werden, müssen 2 Dinge beachtet werden:

Sparen oder finanzieren?

Die Konditionen des Bauspardarlehens sind von besonderer Bedeutung, wenn die Modernisierung oder Finanzierung eines Hauses angestrebt wird. Je nachdem, ob der Anleger Monat für Monat anspart oder eine große Summe mit einem Mal einzahlt, entwickeln sich die Konditionen des Bauspardarlehens. Diese können hingegen vernachlässigt werden, wenn hauptsächlich ein Guthaben angespart werden soll.

Schnell verfügbares Geld oder niedriger Zinssatz?

Weitere Faktoren müssen beachtet werden, wenn das Ziel des Bausparvertrags die Finanzierung einer Immobilie ist. Wann wird das günstige Bauspardarlehen benötigt? Wie viel kann monatlich angespart werden? Ist die Höhe der vertraglich gefestigten Rückzahlungsrate und die des Darlehenszinses akzeptabel?

Dabei gibt es 2 Faustregeln:
1. Der Hauskäufer muss umso länge auf sein Darlehen warten, je niedriger der Darlehenszins ist.
2. Die Rückzahlungsrate wird umso höher, je schneller das Geld gebraucht wird.

Erst wenn der Anleger die Möglichkeit besitzt, über viele Jahre hinweg anzusparen, lohnt sich ein Bausparvertrag. Schon jetzt würde er sich damit die vertraglich festgelegten Zinsen sichern, vollkommen gleich, wann die Vortragsvoraussetzungen erfüllt werden.